Esel-Schutzprojekt in Tansania

Weitere 57 Gehege für insgesamt 1710 Esel wurden in den vergangenen Wochen mit tatkräftiger Unterstützung der lokalen Bevölkerung in den Massai-Gemeinden Kandasigiria (Massai für „Esel-Region“), Nakweni, Olbili, Lengasti und Losoito im Norden Tansanias gebaut. Auch dort waren seit Jahresbeginn immer wieder brutale Verbrecherbanden nachts in die Dörfer eingefallen und hatten Esel getötet, um ihre Haut und ihr Fleisch illegal zu veräußern.

Insgesamt 820 Gemeindemitglieder waren in den Bau der Gehege für den nächtlichen Schutz der Esel involviert, davon größtenteils Frauen. Eine besondere Herausforderung: In den heißen und niederschlagsarmen Monaten der Trockenzeit legen die Frauen, die bei den Massai traditionell für die Verrichtung körperlicher Arbeiten zuständig sind, täglich viele Kilometer zurück, um Wasser aus den Brunnen zu herbeizuschaffen. So ist es ein umso größerer Erfolg, dass wir nichtsdestotrotz auf ihre Mitarbeit zählen konnten und es geschafft haben, in wenigen Wochen eine so enorme Anzahl an Gehegen fertigzustellen.

Ein funktionierendes Konzept

Von den insgesamt 57 Gehegen wurden 48 unter der Anleitung der Mitarbeiter unserer lokalen Partnerorganisation MAWO errichtet. Weitere 9 wurden von den Gemeinden selbstständig nachgebaut. Damit die nächtliche Sicherung der Tiere in den Gehegen, unserem Konzept der „Hilfe zur Selbsthilfe“ entsprechend, künftig eigenständig durch die Gemeinden übernommen werden kann, haben wir einige Gemeindemitglieder im Rahmen einer speziellen Schulung in den Bau sicherer Gehege eingewiesen.

Die regelmäßige Ausstrahlung von Radiospots soll zusätzlich dazu beitragen, dass so viele Menschen wie möglich auf diese Möglichkeit der Sicherung ihrer Tiere aufmerksam gemacht werden und den Bau der Gehege in ihren Gemeinden adaptieren.

Mit Ihrem regelmäßigen Beitrag als Fördermitglied bilden Sie das Rückgrat unserer Arbeit:

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