©Community for Sumatra Nature Conservation

Erntezeit lockt Elefanten

Auf der indonesischen Insel Sumatra steht die Maisernte kurz bevor. Die zahlreichen Felder stehen in voller Pracht. So auch in unmittelbarer Nähe des Way Kambas Nationalpark, wo wir uns gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier und dadurch eine bessere Lebensqualität der Sumatra-Elefanten einsetzen.

Hintergrund: Elefanten in Indonesien

Aufgrund der schrumpfenden Fläche des Way Kambas Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra verlassen die dort heimischen Sumatra-Elefanten immer häufiger den Wald. Dies sorgt für gefährliche Mensch-Elefanten-Begegnungen. In und um den Nationalpark setzen wir uns gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier sowie eine bessere Lebensqualität der Elefanten ein - durch Elefantenpatrouillen.

Zum Projekt

Unterstützung der Landwirte

Drei an unterschiedlichen Standorten im Nationalpark tätige Patrouillenteams aus zahmen Elefanten und ihren Führern, den Mahouts, sorgen dafür, dass die schätzungsweise noch 200 dort lebenden wilden Elefanten innerhalb des Nationalparks bleiben. Denn unmittelbar angrenzend befinden sich Felder mit Mais, Reis, Maniok, Nüssen, Bananen, Zuckerrohr und Gurken - für die Landwirte mitunter die einzige Einnahmequelle. Außerhalb der Ernteperioden werden Elefanten vergleichsweise selten auf den Feldern gesichtet, durchschnittlich 15 Mal pro Monat an allen drei Standorten.

Fast täglich verlassen die Elefanten derzeit den Wald

Elefantenpatrouille trifft auf eine Herde wilder Elefanten ©Community for Sumatra Nature Conservation

Obwohl die Nahrungsressourcen im Nationalpark absolut ausreichend sind, lockt die Aussicht auf leicht erreichbares und besonders schmackhaftes Futter die Dickhäuter vor und während der Ernten wesentlich häufiger auf die Felder. Im Dezember mussten die drei Teams aus Landwirten und Patrouillen 34 Mal einzelne Elefanten oder ganze Herden mit Fackeln, Feuerwerk und lauten Geräuschen zurück in den Nationalpark treiben. Im Januar dieses Jahres erhöhte sich die Zahl sogar auf 43 Elefantenbegegnungen – fast drei Mal so häufig wie außerhalb der Erntezeit. Dank der Elefantenpatrouillen ist der Ernteschaden jedoch überschaubar und für die Landwirte nicht mehr existenzbedrohend. Das sorgt für ein friedlicheres Zusammenleben von Menschen und Elefanten. Auch die früher übliche, von der Regierung angeordnete Praxis des Einfangens der Tiere mit einem anschließenden Leben in Elefantencamps kann dadurch vermieden werden.

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