Erfolg für Tierschützer in China

Haifischflossensuppe – Ein Statussymbol für Chinas wachsende Elite hat 14 Haiarten fast aussterben lassen. Nun ist in China überraschenderweise ein Umdenken zu erkennen. Laut einer Statistik der WildAid Organisation ist der Konsum der Suppe in den letzten zwei Jahren um 50 bis 70 Prozent zurückgegangen.

Vor mehr als tausend Jahren wurde die Haifischflossensuppe von einem Kaiser aus der Sung Dynastie eingeführt, um seinen Gästen seinen Reichtum zu demonstrieren. In den letzten Jahren wurde sie als Statussymbol wiederbelebt und auf Bankettessen und Hochzeiten serviert.

Mehr als 70 Millionen Haie weltweit wurden alleine im letzten Jahr für das einstige chinesische Regionalgericht getötet. Viele Hochseefischer verwenden dabei die Finning-Methode. Dabei werden den Haien, ohne Betäubung, die Flossen abgeschnitten. Danach werden die oft noch lebenden Tiere zurück ins Meer geworfen, wo sie qualvoll ersticken.

2006 startete die WildAid Organisation mit dem chinesischen Basketballstar Yao Ming eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne gegen den Verzehr von Haifischflossensuppe. Laut einer Umfrage wussten bis dato 80 Prozent der Befragten nicht, dass die in China als „Fischflossensuppe“ bekannte Suppe aus Haiflossen besteht.

Maßgeblich für den Erfolg dieser Kampagne war das Erreichen junger Leute, die in Social Media Kanälen ihren Meinungen freien Lauf ließen und so noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden konnte.

Zudem beschloss die Regierung im Juli 2012 Haifischflossensuppe innerhalb der nächsten drei Jahre von allen Staatsbanketts zu verbannen. Diese Anordnung ging an Regierungsmitglieder im ganzen Land und an die Stadt Hong Kong, einem der größten Hot-Spots für den Handel mit der begehrten Flosse. Der Nachfragerückgang ist auch dort spürbar: Gemäß einiger Industrievereinigungen ist der Import von Haiflossen um 20 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auch die Verkäufe auf den Fischmärkten sind um 70 Prozent gesunken, die Preise um ein Drittel zurückgegangen. Doch allein in Peking wurden 2012 immer noch täglich 10.000 Tonnen Haifischflossen konsumiert.

Zusammen mit der Partnerorganisation PRETOMA setzt sich auch die Welttierschutzgesellschaft für den Schutz der Haie ein: https://welttierschutz.org/projekte/wildtiere/haie-costa-rica/

Mehr Informationen zur WildAid-Aktion finden Sie hier: http://www.wildaid.org/sharks

Quelle: Washington Post