Vor knapp einem Jahr, am 28. März 2025, erschütterte ein schweres Erdbeben Teile Myanmars und Thailands. Innerhalb weniger Sekunden wurden Häuser zerstört, Straßen aufgerissen und ganze Stadtviertel verwüstet. Für viele Menschen begann ein Kampf ums Überleben – und auch unzählige Tiere gerieten in eine dramatische Notlage.
Zwischen Trümmern, Staub und eingestürzten Gebäuden irrten Hunde und Katzen umher. Viele waren verletzt, geschwächt oder tagelang ohne Wasser und Futter. Einige hatten ihre Halter*innen verloren, andere mussten zurückgelassen werden, weil Menschen selbst um ihre Gesundheit oder Existenz kämpfen mussten.
Die ausgezehrten Körper dieser Streuner zeugen von den Strapazen durch die Katastrophe.
Schnelle Hilfe für Tiere nach der Katastrophe
Unmittelbar nach dem Beben starteten wir eine Tiernothilfe mit Mitteln aus dem WTG-Nothilfefonds. So konnten wir vor allem die Arbeit der in den Regionen Mandalay und Sagaing tätigen Tierschutzorganisation Royal Heart Dog Shelter unterstützen. Das Team machte sich im Rahmen des Nothilfeeinsatzes unmittelbar nach dem Erdbeben auf den Weg in die besonders stark betroffenen Gebiete rund um das Tierheim in Sagaing. Dort suchten die Tierschützer*innen nach verletzten und hilflosen Tieren – zwischen eingestürzten Mauern, in verlassenen Straßen und in den Trümmern zerstörter Häuser.
Viele Tiere waren schwer betroffen, verängstigt und traumatisiert. Manche versteckten sich aus Angst in instabilen Gebäuden, andere waren zu schwach, um noch zu fliehen. Die Zerstörungen und die Not waren so groß, dass schnell klar wurde, dass die Tiere in der Region für Monate auf Unterstützung angewiesen sein werden.
In vielen Vierteln waren die Menschen auf der Flucht oder hatten ihre Häuser verloren. Für zahllose Straßenhunde und Katzen bedeutete das: Niemand war mehr da, der sie fütterte.
Mit der Unterstützung aus dem WTG-Nothilfefonds war es dem Team vor Ort möglich, gezielt zu helfen und bis in das Jahr 2026 hinein mehr als 50-mal in die betroffenen Gebiete auszurücken, um hungrige Tiere zu versorgen. Für viele Hunde und Katzen waren diese Futterrunden über Wochen hinweg die mutmaßlich einzige sichere Nahrungsquelle, die ihr Überleben erst möglich machten.
Vor Ort wurden Streuner mit Wasser und Futter versorgt, medizinisch behandelt oder – wenn nötig – in die Auffangstation des Tierheims gebracht.
Tiere werden in Katastrophen oft vergessen
Naturkatastrophen treffen Tiere besonders hart. Sie können nicht um Hilfe bitten, haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und sind vollständig darauf angewiesen, dass Menschen hinschauen und handeln. Gerade deshalb ist die schnelle Unterstützung für lokale Tierschutzorganisationen, wie wir sie mit dem WTG-Nothilfefonds leisten können, so entscheidend.
Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund, dass diese Hilfe möglich war, verdanken wir nur den Menschen, die unseren WTG-Nothilfefonds unterstützen. Diese Spenden haben über Monate dazu beigetragen, dass Tiere in Myanmars Erdbebenregionen nicht auf sich allein gestellt waren – dass sie Futter, medizinische Versorgung und einen sicheren Ort bekommen konnten. Dafür sind wir von Herzen dankbar.
Ein Jahr nach der Katastrophe erinnern wir uns daran, wie wichtig es ist, auch die Tiere in Krisen nicht zu vergessen. Bitte machen Sie es möglich, dass wir auch künftig in Notsituationen schnell den Tierschützer*innen vor Ort zur Seite stehen können – mit Ihrer Spende für den WTG-Nothilfefonds:
Helfen Sie auch in Zukunft!
Bitte spenden Sie für den WTG-Nothilfefonds und ermöglichen Sie die lebensrettende Arbeit:
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