Ein langer Weg ins Glück

Marinel und Mogli – ein Bärenpaar mit schwerem Schicksal. Bis unsere Partnerorganisation AMP die beiden Braunbären rettete, fristeten sie ihr Leben lang ein trauriges Dasein im Zoo der westrumänischen Stadt Reșița. Lesen Sie hier die ganze Geschichte und erfahren Sie, wie es den Tieren heute geht.

Auf kargem Betonboden laufend, mit leerem Blick an die Gitterstäbe starrend: In diesem erbärmlichen Zustand fanden unsere Partner der Asociata Milionae de Preteni (AMP) die erwachsenen Braunbären vor. Hier, in einem Zoo im Westen Rumäniens, litten die Bären ihr bisheriges Leben – 13 und 16 lange Jahre.

Im Video sehen Sie – in den Sekunden 0:13, 3:10, 11:50 und 12:01 – Aufnahmen aus dem Jahre 2013:

Gemeinsam wollten wir dem Bärenpaar helfen. Doch die Verhandlungen gestalteten sich zunächst schwierig und dauerten letztlich vier Monate an. Vier Monate, in denen Marinel und Mogli weiter auf diesem viel zu engem Raum leben mussten. Schließlich überzeugten aber die Argumente auf Grundlage der europaweiten Regeln, die den Braunbären einen angemessenen Platz sowie eine bestimmte Gehegestruktur vorschreiben. Der Zoobetreiber stellte fest, dass er den Bären in seinem Zoo nicht gerecht werden kann und die Gehege nicht annähernd den geltenden Gesetzen entsprachen – und überließ die Tiere dem Bärenschutzzentrum im rumänischen Zarnesti.

Lernen, ein Bär zu sein

Marinel und Mogli sind jetzt in einem so genannten Eingewöhnungs- und Quarantänegehege im 70 Hektar großen Libearty Bear Sanctuary – dem Schutzzentrum – Zuhause. Hier werden sie noch einige Zeit bleiben müssen, denn die neue Umgebung – fernab von engen Gitterstäben und kaltem Betonboden – ist für sie noch ungewohnt. Nur langsam erkunden sie die neu gewonnene Freiheit. Sie riechen vorsichtig am kühlen Gras, in dem sie sich eines Tages wälzen werden. Sie fühlen sanft mit ihren Tatzen die Baumrinde, an der sie eines Tages bis zum Gipfel hinaufklettern. Wohl auch im nächsten Monat werden sie noch nicht zu den anderen Bären ziehen können. Doch der Tag wird kommen, an dem Marinel und Mogli sich an ihr bärengerechtes Leben gewöhnt haben.

So wie auch die anderen 85 Braunbären im Schutzzentrum es getan haben. Jedes der Tiere im Libearty Bear Sanctuary hat seine ganz eigene Schicksalsgeschichte und braucht eine entsprechend individuelle Versorgung. Neben den großen Futterrationen pro Tag gehört deshalb eine teilweise intensive tiermedizinische Versorgung zum Alltag im Zentrum. Wir unterstützen die rumänische Organisation AMP beim Erhalt des Schutzzentrums in Zarnesti, Rumänien, um den 87 Tieren nach ihren Qualen und der teilweise jahrzehntelangen Gefangenschaft endlich ein bärengerechtes Leben ermöglichen zu können.

Bitte unterstützen Sie den Erhalt des Bärenschutzzentrums!




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