Zu Ehren der Esel

Zum Welttag des Esels schauen wir zu unserem Team von TIERÄRZTE WELTWEIT, das sich gerade in Gambia den sogenannten Nutztieren widmet.

Esel zählen zu den ältesten Haustieren der Menschen. Sie wurden bereits vor mehr als 6.000 Jahren als Last- und Reittiere eingesetzt. In vielen Teilen der Welt sind sie bis heute ein wichtiger Bestandteil des Lebens und die einzige Grundlage für Menschen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
So auch im afrikanischen Staat Gambia: Viele Menschen arbeiten dort in der Landwirtschaft und sind auf die Hilfe ihrer ‚Nutztiere‘ angewiesen. Dabei fehlt es ihnen allerdings oft an Geld und Wissen, sodass die Tiere nicht artgerecht versorgt werden. Rund 28.000 Esel sind überlastet, von Parasiten befallen und – falls überhaupt – unzureichend ärztlich versorgt.

TIERÄRZTE WELTWEIT IN GAMBIA

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation GAMBIA HORSE AND DONKEY TRUST sind Dr. Ruprecht Herbst und Florian Reichert vor Ort, um einen auf mehrere Jahre ausgelegten Kurs für sogenannte Paravets aufzubauen. Ziel ist es, langfristig tiermedizinisches Fachpersonal auszubilden, sodass sich die Menschen in den Gemeinden und Dörfern selbst um die medizinische Erstversorgung von Nutz- und Haustieren kümmern können.

Die ersten Projekttage haben sie erfolgreich hinter sich gebracht – und sind begeistert von dem großen Interesse der Teilnehmer an dem laufenden Workshop: 30 Paravets und lokale Tierschützer folgen wissbegierig den Vorträgen. Hier lernen sie etwas über internationale Standards zum Tierschutz und über Möglichkeiten zur Erstversorgung bei Infektionen oder Parasiten.

Einige lokale Radiostationen haben sogar die Meldung verbreitet. Und so gab es bereits am zweiten Workshoptag gleich zehn Esel und zwei Hunde, die akut medizinisch versorgt werden müssen. Für alle Tiere werden gemeinsam in der Gruppe die Diagnosen, Behandlungen und klinischen Reports erstellt. Florian Reichert behandelt alle Tiere unter neugierigen Blicken.

TIERSCHUTZARBEIT ZEIGT NACHHALTIGE WIRKUNG


Die Esel erhalten eine Entwurmungskur und ein stark verletzter Esel mit Wunden im Hinterlauf wird sorgfältig verbunden. Alle Eselbesitzer bekommen Reflektoren für die Tiere, damit diese bei Dunkelheit auf der Straße besser erkannt werden und vor tödlichen Unfällen geschützt sind. Allen Tierhaltern werden entsprechende Tipps mit auf den Weg gegeben und Nachbehandlungen angeordnet. „Der Lerneffekt ist schon nach dem dritten Tag immens“, so Dr. Ruprecht Herbst, „der Einsatz wird einen nachhaltigen Effekt mit sich bringen.“

Insgesamt verbringt unser Team zehn Tage in Gambia. Während des Besuches stehen wir auch im Austausch mit lokalen Tierschutzorganisationen, die an privaten Tierkliniken und Kastrationsaktionen arbeiten. Wir halten Sie auf dem Laufenden über den weiteren Verlauf des TIERÄRZTE WELTWEIT-Einsatzes und sind zuversichtlich, mit dem Programm das Leben der Tiere in Gambia und anderen Ländern zu verbessern!

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