©Tanzania Animals Protection Organization

Dürrehilfe erfolgreich abgeschlossen

Im November letzten Jahres herrschte in Tansania Ausnahmezustand. Seit einem Jahr fiel so gut wie kein einziger Regentropfen. Gemeinsam mit drei lokalen Partnerorganisationen halfen wir zahlreichen Nutztieren und ihren Besitzern in dieser extremen Dürreperiode.

Hintergrund: Dürre in Tansania

Die absolute Trockenzeit in Tansania dauert in der Regel von Juni bis August. In diesen Monaten ist es üblich, dass gar kein Regen fällt. Doch 2017 war die Situation extrem. Seit November des Vorjahres fiel unterdurchschnittlich wenig Regen.

Weitere Infos

Direkthilfe für die Tierhalter

©Tanzania Animals Protection Organization

Im Nordwesten Tansanias konnten wir im Zeitraum von vier Monaten gemeinsam mit der Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) Tiere in 24 Dörfern versorgen. An den zentralen Futterstellen der Gemeinden wurde dafür Wasser, Multivitaminkonzentrate, Mineralien sowie ein spezieller Futtermix für Nutztiere ausgegeben. Begegneten die Mitarbeiter auf ihren Fahrten von Ort zu Ort Tierhaltern am Wegesrand wurden auch sie mit Futter und Wasser für ihre Tiere versorgt. Zusätzlich wurden Kleinbauern, die abseits der Dörfer wohnen, direkt angefahren und beliefert. Mit insgesamt 540 kg Futter, 7.000 Liter frischem Wasser, 250 Flaschen Multivitaminkonzentrat sowie 400 kg Mineralien konnten mehr als 4.000 Tiere in dieser Notsituation temporär versorgt werden. Alle Tierhalter wurden im Rahmen dieses Soforthilfeeinsatzes zudem mit Anzahl und Art der Tiere registriert.

Tiermärkte

In den Regionen Kongwa und Mpwapwa in Zentraltansania konzentrierte sich unsere Hilfe, die wir gemeinsam mit der Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) leisteten, auf die großen Viehmärkte. In der außergewöhnlichen Dürre versuchten viele Landwirte ihre extrem geschwächten Tiere in letzter Not zu verkaufen – einige starben noch an Ort und Stelle. Im November und Dezember verteilten die Mitarbeiter daher ein Getreidekonzentrat gemischt mit Mineralien sowie Wasser auf den Märkten. Mehr als 2.300 Tieren konnte so geholfen werden. Auch die nahegelegenen Weideflächen wurden besucht sowie einige Kleinbauern direkt angefahren. Darüber hinaus wurde mit den Marktvorstehern und den Tierhaltern selbst über die Dringlichkeit dieser Hilfe gesprochen, damit die Kühe, Schafe und Ziegen nicht länger nur als Handelsware betrachtet werden.

Vorbereitung auf die nächste Dürre

©Meru Animal Welfare Organization

Seit Ende Dezember letzten Jahres fällt endlich in einigen Regionen wieder Regen. Auch aktuell freuen sich Tiere und Landwirte über regnerisches Wetter, das die Weideflächen wieder grün färbt, aber auch schon erste Überflutungen ausgelöst hat. Derzeit arbeiten wir mit unseren lokalen Partnern an langfristigen Hilfsmaßnahmen zur Prävention ähnlich verheerender Folgen kommender Dürreperioden wie beispielsweise Möglichkeiten zur besseren Regenwassersammlung, der Konservierung von Gras sowie der Etablierung von robusteren Futterpflanzen. Unsere Partnerorganisation Meru Animal Welfare Organization (MAWO) hat sich dazu bereits mit 16 Bezirksvertretern aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Nutztierhaltung sowie Gemeindeentwicklung während eines zweitägigen Workshops getroffen.

Ihre Spende für Nutztiere in Not!

Weltweit brauchen Nutztiere unsere Hilfe. Schon mit 70 Euro tragen Sie die Kosten für ein Erste-Hilfe-Kit, das Tierschutzgruppen in den betroffenen Regionen bereitgestellt wird.

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