Die ersten Tage nach dem Beben

Bereits wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben, das Ecuador mit einer Stärke von 7,8 erschütterte, startete unsere Partnerorganisation Protección Animal Ecuador (PAE) ihren Nothilfe-Einsatz.

Ein Team aus zwei Tierärzten und drei Helfern erreichte schon wenige Tage nach dem Beben die Ortschaft Chamanga im Westen des Landes. Der Großteil der hiesigen Bevölkerung ist sehr arm. Die finanzielle Not hat sich in Folge der Naturkatastrophe noch verstärkt. Darunter leiden natürlich auch die Tiere, für deren Versorgung in dieser Ausnahmesituation noch weniger übrig ist als vorher. Zu den dieserorts gängigen Leiden der Hunde und Katzen wie Räude, Pilzinfektionen, Zeckenbefall und Unterernährung gesellen sich nun – verursacht durch die vom Erdbeben verursachte Luftverschmutzung mit Staub und Schutt – Atemwegsinfektionen  und Augenentzündungen. Aber auch offene Wunden, die sich durch die allgegenwärtige Verschmutzung infizieren, müssen von den Tierärzten wiederholt behandelt werden.

Um ein koordiniertes und effektives Vorgehen zu ermöglichen, wurde das Einsatzgebiet zunächst in insgesamt fünf Zonen eingeteilt. Bereits in den ersten drei Tagen hatte das Team die Situation in vier Zonen überblickt. Die Mitarbeiter versorgten zahlreiche Streuner, die von den Geschehnissen traumatisiert umherirrten. Auch einige „Nutztiere“ galt es medizinisch zu behandeln und mit Nahrung zu versorgen. Darüber hinaus leistete das Team durch Tür-zu-Tür-Visiten Hilfestellung bei der Versorgung der Tiere mit Medikamente und Nahrung. Auch die fünfte Zone, die zunächst nicht zugänglich war, wird schnellstmöglich erfasst und versorgt werden.


Zusätzlich zu diesen Maßnahmen wurde ein provisorisches Versorgungszentrum in der örtlichen Schule eingerichtet. Allein in den ersten drei Tagen nach dem Erdbeben versorgte das Team über 100 notleidende Hunde, Katzen und Schweine.

Die direkte Hilfe und Unterstützung unser Spenderinnen und Spender machen Einsätze wie diesen möglich. Vielen Dank!




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