Sie kennen Schuppentiere nicht?

Damit sind sie nicht allein. Während alle Welt die Augen auf Elefanten und Nashörner als Opfer der Wilderei richtet, könnten Schuppentiere bereits aussterben, bevor die meisten Menschen überhaupt von ihrer Existenz wussten. Höchste Zeit also, diesen faszinierenden aber stark gefährdeten Tieren Ihre Aufmerksamkeit zu schenken:

Schuppentiere sind einzigartig

„Ein Tannenzapfen auf vier Beinen“ sagen viele, denn tatsächlich sieht das Schuppentier, dessen gesamter Körper von Schuppen bedeckt ist, so aus. Seine Kulleraugen erinnern an Nagetiere, die Rute an Krokodile und die Ohren sogar an Menschen. So außergewöhnlich es auch ist: Das Schuppentier existiert bereits seit über 80 Millionen Jahren. Insgesamt acht Arten gibt es, die sich ursprünglich in Afrika südlich der Sahara sowie in Süd-, Südostasien und im südlichen Ostasien zuhause fühlen. Die nachtaktiven Ameisenfresser klettern auf Bäume oder verstecken sich im wilden Geäst der Dschungel. Es gibt boden- und baumbewohnende Arten. Vor natürlichen Feinden können sich die Schuppentiere dank ihrer Schuppen, die den ganzen Körper bedecken, gut schützen.

Schuppentiere sind faszinierend

Schuppentiere sind weitgehend unerforschte Lebewesen. Man weiß, dass sich die scheuen Säugetiere bei Gefahr oder Angst zusammenrollen. Das schützt sie vor Fressfeinden, nicht aber vor Wilderern. Sie können sie als „Kugel“ recht einfach fangen. Schuppentiere sind bekanntermaßen Einzelgänger und finden lediglich in der Paarungszeit zusammen. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten und haben dadurch einen ökologischen Nutzen. Denn durch ihre Ernährung regulieren sie die Ausbreitung von Ameisenpopulationen. Besonders ist auch, dass das Schuppentier seinen Nachwuchs etwa die ersten fünf Monate auf der Rute umherträgt. Die Tiere werden in freier Wildbahn bis zu 13 Jahre alt. Doch zu einem solch stolzen Alter kommt es selten.

Schuppentiere sind verfolgt und gefährdet

Das Fleisch der Schuppentiere gilt in einigen asiatischen Ländern als Delikatesse und ihren Schuppen werden irrtümlicherweise medizinische Heilkräfte nachgesagt. Deshalb werden die Tiere skrupellos gejagt. Die Bestände der Schuppentiere in freier Wildbahn sind stark rückläufig. Mittlerweile sind zwei der acht Arten nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion IUCN vom Aussterben bedroht, obwohl der Handel mit ihnen unter Strafe steht. Schuppentiere gelten trotzdem als die weltweit am meisten illegal gehandelten Tiere. Sollte sich daran nichts ändern, könnten die Tiere bald schon von der Erde verschwunden sein.

Teilen Sie diese Infografik gern, um auf das traurige Schicksal der Schuppentiere aufmerksam zu machen:
Hoffnung für die Schuppentiere – mit Ihrer Hilfe

Für unsere Partner von „Save Vietnams Wildlife“ sind Konfiszierungen von toten oder schwer verletzten Tieren trauriger Alltag geworden. Damit gerettete Tiere die notwendige Ruhe finden können, bevor sie an sicheren Orten und in ihrem natürlichen Lebensraum wieder ausgewildert werden, haben wir das Schutzzentrum im vietnamesischen Cuc Phuong National Park im letzten Jahr weiter ausgebaut. Im angeschlossenen Bildungszentrum wird gleichzeitig die Bevölkerung informiert und aufgezeigt, dass bedrohte Tiere nicht für Medizin oder Nahrung gewildert werden dürfen. Damit setzen wir mit unseren Partnern neue Standards in Sachen Tierschutz und Nachhaltigkeit in Vietnam und schenken den bedrohten Schuppentieren Hoffnung.

Gemeinsam mit Ihnen können wir den Schuppentieren Hoffnung schenken. Bitte unterstützen Sie unsere notwendige Tierhilfe und Bildungsarbeit – mit Ihrer Spende:


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