#BöllerCiao: Über eine Million Stimmen für ein bundesweites Böllerverbot

Über eine Million Menschen haben die Petition aus dem Bündnis #BöllerCiao der Deutschen Umwelthilfe unterzeichnet, mit der wir und 65 weitere Organisationen die Politik zum bundesweiten Ende privaten Silvesterfeuerwerks auffordern – für mehr Schutz von Tieren, Menschen und der Umwelt. Am 5. Januar haben wir diese enorme Zahl an Unterschriften in Form eines Protestes vor dem Bundesinnenministerium übermittelt. So startet das Jahr 2026 mit neuem Druck in der Debatte über ein längst überfälliges bundesweites Böllerverbot. 

Unsere politische Forderung ist eindeutig: Eine sofortige Änderung der Sprengstoffverordnung durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, um ein bundesweites Verkaufs- und Anwendungsverbot privater Pyrotechnik an Silvester zu schaffen.  
 
Die Dringlichkeit könnte nicht größer sein: Beim Jahreswechsel 2025/2026 führten privates Feuerwerk und Böllerei zu mindestens sieben Todesopfern, zahlreichen Schwerverletzten, Bränden und einer massiven Belastung für Menschen, Tiere und Umwelt. Tiere wie Katzen, Hunde, aber auch Wildtiere erleiden nicht nur körperliche Verletzungen, sondern auch starke seelische Belastungen oder fliehen in Panik. Dagegen muss etwas getan werden!

Hier können Sie die Petition unterzeichnen: Petition Böllerverbot: für ein friedliches Silvester!

© Unsplash / Diana Parkhouse

Zum Jahreswechsel 2025/2026 wurden laut TASSO e. V. 376 entlaufene Hunde gemeldet – das sind mehr als doppelt so viele wie an einem “normalen” Tag im Jahr.


Das Aktionsbündnis #BöllerCiao, das neben uns inzwischen 65 Bündnispartner vereint, setzt sich gemeinsam für ein bundesweites Böllerverbot ein – unter anderem mit einer Petition, die nun zum Jahresbeginn dem Bundesinnenministerium überreicht wurde. Trotz der enorm großen Zahl von 1.035.809 Unterschriften schloss das Ministerium eine Annahme auf Minister- oder Staatssekretärsebene ausdrücklich aus. Inhaltlich habe sich laut Reaktion auf die Anfrage dazu die Position zum Thema im letzten Jahr nicht verändert.

Das zentrale Argument des Bundesinnenministeriums ist, dass ein bundesweites Böllerverbot „nicht verhältnismäßig“ sei. Gleichzeitig räumt die Bundesregierung ein, über keine belastbaren Daten zu Verletztenzahlen, zu den Kosten für Krankenhäuser, Feuerwehr und Polizei oder zu den gesamtgesellschaftlichen Schäden zu verfügen. Es ist bleibt damit also unklar, auf welcher Grundlage eine Abwägung der Verhältnismäßigkeit erfolgt ist, wenn die Folgen für Menschen, Umwelt und öffentliche Haushalte gar nicht systematisch erfasst sind.  

Gemeinsam mit den vielen engagierten Organisationen und Verbänden im Bündnis #BöllerCiao werden wir also nicht aufgeben und uns mit dem Rückenwind von über einer Million Unterschriften weiter mit voller Kraft dafür einsetzen, dass Silvester endlich sicherer und tierfreundlicher wird!

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