© Lilongwe Society for the Protection and Care of Animals (LSPCA)

Im Kampf gegen die Tollwut

Wie ein Virus den Alltag beherrschen kann, wissen wir nicht zuletzt seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Für die Menschen im ostafrikanischen Malawi – einem der ärmsten Länder der Welt – ist die aktuelle Pandemie aber nicht die einzige Gefahr: Bis heute sterben in der Hauptstadt Lilongwe jedes Jahr noch zahlreiche Menschen, die sich über einen Biss von einem Hund mit Tollwut infiziert hatten. Um das zu ändern, sind wir an neun Stationen, in denen in der Vergangenheit die meisten Hundebisse registriert wurden, mit Anti-Tollwut-Teams im Einsatz. Verfolgen Sie hier die Arbeit im Kampf gegen die Tollwut hautnah mit.

Hintergrund: Anti-Tollwut-Teams in Lilongwe

„Rabies Free 2030“ – ab 2030 soll weltweit kein Mensch mehr in Folge einer Tollwutinfektion sterben, so das Ziel der Weltorganisation für Tiergesundheit. Davon aber ist das ostafrikanische Land Malawi in der Realität noch weit entfernt. Weiterhin ist es dringend notwendig, durch Nachimpfungen sowohl Neuansteckungen zu verhindern als auch die Bevölkerung in den Kampf gegen Tollwut stärker zu involvieren.

Zum Projekt
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Es ist noch früh am Morgen, als die neu eingerichtete Tollwut-Hotline zum ersten Mal klingelt. Als der Rabies-Control-Officer von dem Anrufer – einem Hundebesitzer – alle notwendigen Informationen erfragt hat, ist er sicher: Der beschriebene Rüde zeigt sich ungewöhnlich aggressiv und könnte sich tatsächlich mit der Tollwut infiziert haben. Sofort muss das Team ausrücken, um Schlimmeres zu vermeiden.

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Um das unter Umständen tollwütige Tier fangen zu können, bringen sie notwendige Schutzkleidung und Materialen mit. In Zeiten der Coronakrise gehören auch Mund-Nasen-Masken und Hygienemittel dazu.

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Geschafft! Glücklicherweise hielt sich der Hund im Garten seines Halters auf. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn in Malawi haben auch Besitzerhunde meist viele Freiheiten und streunen umher. Doch so konnte er leicht und behutsam eingefangen werden.

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Von den Mitgliedern des Anti-Tollwut-Teams wird er jetzt in die Quarantäne-Gehege gebracht, die unsere Partnerorganisation im Zentrum Lilongwes errichtet haben. Hier wird er einige Tage von anderen Tieren isoliert untergebracht und unter der Anleitung der Tierärzt*innen beobachtet. Zeigt er keine Symptome der Tollwut, kann er geimpft und zurück zu seinem Halter gebracht werden.

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Eben dies geschieht zeitgleich in einem anderen Bezirk Lilongwes. Hier konnte ein vermeintlich tollwütiger Hund aus der Quarantäne entlassen und zu seinem Halter gebracht werden. Vorsorglich wird das Tier geimpft.

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Der Halter ist heilfroh, dass von seinem geliebten Hund Jack keine Gefahr ausgeht. In einem ausgiebigen Gespräch informieren die Mitarbeiter*innen der Anti-Tollwut-Teams den Mann aber zusätzlich noch darüber, dass vorsorgliche Impfungen unbedingt – und auch für seine anderen Hunde – notwendig sind. Auch danken sie ihm für die Mithilfe im Kampf gegen die Tollwut – denn nur wenn sich Menschen wie er an unsere Teams wenden und verdächtige Tollwutfälle melden, können wir helfen.

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Alle Daten – sowohl vom noch offenen Verdachtsfall als auch dem bereits geimpften und als nicht tollwütig ermittelten Hund – werden elektronisch erfasst und in eine Datenbank eingepflegt. Diese wird von der GARC (Global Alliance for Rabies Control), einem Zusammenschluss internationaler Organisationen, bereitgestellt und ermöglicht eine grundlegende Dokumentation. Das System liefert darüber hinaus tagesgenaue Karten und Tabellen zur Ausbreitung der Tollwut.

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Diese vorliegenden Daten sind eine wichtige Komponente bei der Arbeit der Anti-Tollwut-Teams. Denn auf ihrer Grundlage können sie nicht nur effektiver weitere Maßnahmen planen. Es ist ihnen auch möglich, die lokale Bevölkerung mit umfassenden Fakten zur Tollwut-Situation zu informieren – und Vertrauen in unsere Arbeit zu schaffen.

Durch die unermüdliche Arbeit unserer Anti-Tollwut-Teams in Lilongwe kann es uns gelingen, den Kampf gegen Tollwut zu gewinnen – damit in Zukunft weder Tiere noch Menschen dem vermeidbaren Virus zum Opfer fallen. Im Video können Sie das ganze Projekt und unsere bisherigen Erfolge noch einmal in bewegten Bildern nachverfolgen:

Bitte, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, ermöglichen Sie die Arbeit der Anti-Tollwut-Teams – mit Ihrer Spende!

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Bereits mit 45 Euro ermöglichen Sie die Tollwut-Impfung von 100 Hunden.

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